Kategorie: Srticken und Häkeln

Einsatz Maschenmarkierer

Einsatz Maschenmarkierer

Da der Fortschritt beim Muster nicht wirklich zu erkennen ist, zeige ich heute mal ein Hilfsmittel, das ich genial finde. Es handelt sich um kleine bunte Ringe, die als Maschenmarkierer auf die Nadeln gesteckt werden. Es gibt sie in zwei Größen, für dünnere und dickere Nadeln. 60 Stück sind in der Pappschachtel und leisten mir, seit ich sie entdeckt habe, sehr gute Dienste. Denn sie wandern in jeder Reihe/Runde mit nach oben, bleiben an Ort und Stelle und beschädigen garantiert auch keine Maschen.

Bei meinem Ärmelschal markiert der orangefarbene Ring den Rundenanfang. Der Mustersatz besteht aus 8 Maschen und wird 38-mal wiederholt. Damit ich den Überblick behaltet, habe ich nach  jeweils 40 Maschen (= 5 Mustersätzen) einen lilafarbenen Ring eingefügt. So stricke ich von Ring zu Ring und wenn der Mustersatz beim Ring nicht passt, kann der Fehler nur bis zum letzten Ring rückwärts passiert sein. Das entspannt mich sehr, denn bei 304 Maschen am Ende der Runde festzustellen, dass es nicht passt und der Fehler ist weit vorher passiert, ist sehr ärgerlich. Lace-Muster aufribbeln ist sehr mühsam und fehleranfällig. Also vermeide ich es lieber und die Maschenmarkierer-Ringe sind dabei ein tolle Hilfe.

Kurzärmelschal Etoile 6

Kurzärmelschal Etoile 6

Der Ausspruch, ich gehe dann mal ’ne Runde stricken bekommt gerade eine neue Dimension. 300 Maschen habe ich auf der Rundnadel, um die Spitze jetzt an das Rückenteil zu stricken. Da dauert die Runde fast eine Stunde!

Aber man erkennt jetzt genau, wie es werden soll. Der Kurzärmelschal könnte zu meinem Lieblingsteil werden, danke Birgit Freyer für das Muster.

Der linke Ärmel, den ich mit den Wunderschlingen gestrickt habe, erscheint mir auf dem Foto deutlich enger. Da die Maschenzahl die gleiche ist, habe ich mir also den rechten Ärmel durch das Gezerre auf der zu großen Nadel starkt gedehnt. Hoffentlich zieht sich das beim Baden wieder zusammen – oder soll ich ihn gleich aufribbeln und noch einmal stricken? Jetzt weiß ich ja, wie es besser geht.

 

Kurz-Ärmel-Schal 5

Kurz-Ärmel-Schal 5

Weiter geht es mit dem linken Ärmel. Dafür habe ich auf der Seite des provisorischen Anschlages jeweils den Maschen-Querdraht, also die Verbindung zwischen zwei Maschen, auf die Nadel genommen. Nachdem alle „Maschen“ sicher auf der Nadel waren, ribbele ich die Luftmaschenkette auf. Danach kann ich ganz normal „in die andere Richtung“ stricken.

Nachdem ich mich beim ersten Ärmel ja so schwer getan hatte, habe ich mal in der Facebook-Gruppe gefragt, wie die Frauen dort das Problem lösen.

Einige nutzen Bambus-Nadelspiele. Die Nadeln sind relativ leicht und sollen sich in dem Gestrick halten. Kann ich leider bei diesem Projekt nicht ausprobieren, die Nadeln in der Größe fehlen gerade, sind wohl irgendwo im Einsatz.

Andere kannten die „Wunderschlinge“. Davon hatte ich noch nie gehört und habe gleich mal bei youtube nachgeschaut. Genial einfache Lösung. Man nimmt eine große Rundnadel, teilt die Maschenanzahl ungefähr in der Mitte. Die eine Hälfte bearbeitet man, die andere Hälfte liegt gegenüber und dazwischen sind links und rechts Schlaufen aus dem übrigen Seil. Wenn die Maschen auf den Spitzen abgestrickt sind, werden die beiden Teile auf dem Seil verschoben, so dass dann die andere Hälfte gestrickt werden kann. Das lässt sich nicht beschreiben, wen es interessiert, der sucht bitte selber nach einen Video, hier ein Foto von meinem Versuch.

Ärmel-Schal 2

Ärmel-Schal 2

In meiner Handwerkstatt ist in den letzten Tagen nicht viel passiert, denn ich war bei den Patchworktagen in Celle. Aber während der Bahnfahrt habe ich an dem Rückenteil des Ärmel-Schals weitergestrickt und ungefähr die Mitte erreicht.

 

Im Hintergrund zu sehen ist das Garn für einen KAL, den Birigt Freyer ab 14. Juni anbietet. Sozusagen das Damenprogramm zur Fußball-WM. Bis jetzt wissen wir nur, dass wir eine Lace-Jacke stricken, alles andere wird eine Überraschung. Ich habe mir das von Birgit empfohlene Original-Garn spendiert und bin schon sehr gespannt.

Warum wird meine Häkelarbeit immer schmaler?

Warum wird meine Häkelarbeit immer schmaler?

Beim Häkeln kann man leicht die letzte Masche einer Reihe vergessen. Dann werden es immer weniger Maschen, die Reihen werden kürzer und die Arbeit wird schmaler.

Statt vieler Worte lasse ich hier jetzt eine Reihe von Bildern mit Kurztexten sprechen:

Die letzte Masche der Reihe ist beendet.

 

Wendeluftmasche häkeln und die Arbeit drehen.

 

Die Wendeluftmasche ersetzt die erste Masche der neuen Reihe. Für die 2. Masche wird hier eingestochen.

 

Masche 2 ist fertig.

 

Hier ist auch die 3. Masche zu erkennen. Die Reihe jetzt bis zum Ende häkeln.

 

Die Einstichstelle für die vorletzte Masche dieser Reihe ist noch gut zu erkennen.

 

Und hier wird jetzt deutlich, dass erst noch eine weitere Masche AUF der Wendeluftmasche die Reihe vervollständigt.

 

Den Faden noch einmal durchholen und die letzte Masche dieser Reihe ist fertig.

Das Prinzip ist bei allen Häkelmaschen gleich, ich habe es hier mit den festen Maschen gezeigt.

Anschlag beim Stricken. Mit zwei Nadeln.

Anschlag beim Stricken. Mit zwei Nadeln.

Ich benutze den s.g. Kreuzanschlag, der ist ziemlich fest. Damit ich die angeschlagenen Maschen leichter abstricken kann, nehme ich gerne 2 Nadeln beim Anschlag. Wenn die gewünschte Anzahl an Maschen auf den Nadeln ist, ziehe ich vorsichtig eine heraus. Beim Abstricken habe ich es jetzt leichter, weil die Maschen lockerer um die Nadel liegen.

Das geht allerdings nur bis zu einer gewissen Nadelstärke. Wenn die Nadeln zu dick werden, geht es nicht mehr. Dann kann man zwei gleichzeitig gar nicht festhalten und die Schlaufen würden auch viel zu groß. Das muss man sich ausprobieren.

Und es geht auch nicht beim Sockenstricken auf einem Nadelspiel, weil die Nadeln herausfallen würden, da die Schlaufen zu locker sind.

Anschlag beim Stricken. Wie sortiere ich die Fäden?

Anschlag beim Stricken. Wie sortiere ich die Fäden?

Nachdem ich euch den Tipp meiner Mutter für die Länge des Anfangsfadens verraten habe, folgt jetzt einer, den ich mir selber ausprobiert habe.

Ich achte immer darauf, dass ich den abgemessenen Faden liegen lasse. Den Faden, der Richtung Knäul zeigt, führe ich über Hand und Zeigefinger.

Jetzt schlage ich die Maschen auf. Dabei verdreht sich der untere Faden häufig.

Da das aber jetzt das abgemessene, lose Ende ist, ist das gar kein Problem mehr. Ich kann es einfach frei halten, der Faden entdreht sich und zwirnt sich wieder richtig. Weiter geht es mit einem einheitlichen Faden.

 

 

Anschlag beim Stricken. Wie lang muss der Anfangsfaden sein?

Anschlag beim Stricken. Wie lang muss der Anfangsfaden sein?

Immer wieder ist die Frage, wie lang man den Anfangsfaden beim Maschenanschlag/Stricken hängen lassen muss. Dazu gebe ich euch heute den Tipp meiner Mutter weiter.

Es ist wirklich ganz einfach: Wickele den Faden um deinen Daumen und miss so die benötigte Länge!

Bei mittelstarken Garnen reicht ein Umschlag für 3 Maschen. Wenn du also 30 Maschen anschlagen willst, musst du 10mal um den Daumen wickeln. Bei dünneren Garnen reicht ein Umschlag für 4 Maschen, bei dicken nur noch für 2 Maschen. So hast du einen Anhaltspunkt.

 

Auf dem Foto ist zu erkennen, wie viel Faden bei meinem Anschlag übrig geblieben ist. Der lässt sich prima vernähen.

 

Fäden verbinden

Fäden verbinden

Beim Stricken und Häkeln verbinde ich Fäden auf folgende Art und Weise.

Für eine bessere Darstellung habe ich verschiedenfarbiges Garn verwendet.

An Fadenende (des aufgebrauchten Knäuls) und Fadenanfang (des neuen Knäuls) trenne ich auf ca. 20 cm die Einzelfäden voneinander.

Dafür drehe ich den ganzen Faden an der Stelle entgegen seiner Verzwirnung bis ich die Einzelfäden erkenne. Bei einer geraden Anzahl trenne ich genau in der Mitte, bei ungeraden habe ich einmal mehr und einmal weniger Fäden. Von der kleinen Lücke im Originalfaden werden die Einzelfäden vorsichtig bis zum Fadenende voneinander getrennt. Dabei aufpassen, dass sie sich nicht gleich wieder umeinanderwickeln.

Je eine Hälfte der beiden getrennten Fäden lege ich jetzt so hin, dass sich die beiden Enden „anschauen“ und lege sie nebeneinander. Die Teilfäden bleiben nebeneinander liegen, aber der Abstand zwischen den beiden ganzen Fäden wird danach auf maximal 10 cm verkürzt.

Die beiden Teilfäden werden nun wieder verzwirnt. Dafür den einen mehrmals um den anderen wickeln. Das wird natürlich nicht so fest, als wenn es eine Maschine gemacht hätte, reicht aber für unsere Zwecke. Nun liegt der verzwirnte Faden vor uns. Die losen Enden werden beim Drüberstricken oder -häkeln auf die linke Seite der Arbeit gelegt und bei der Fertigstellung beim Vernähen zusammen einmal  durchgezogen.

Auf diesem Wege vermeide ich Knoten, extrem dicke Stellen beim Zusammenstricken zweier ganzer Fäden und beim Vernähen, wenn man lose hängende Fäden mehrfach hin und her vernähen muss.

Wenn unterschiedlich viele Einzelfäden verzwirnt werden müssen, versuche ich, möglichst nahe an die Anzahl der ganzen Fäden zukommen. Das ist bei dreifach-Garn einfach, dann nehme ich einmal einen und einmal zwei und habe wieder drei. Bei mehrfach-Garnen mit anderen Anzahlen muss man schauen, wie es am besten passt. An der neu verzwirnten Steller eher weniger als davor und danach. Wichtig ist, dass an Ende kein Einzelfaden über ist und lose rumhängt.