Kategorie: Patchwork

Sternenerwachen 17 – Top fertig!

Sternenerwachen 17 – Top fertig!

Gestern habe ich das Top fertiggestellt – hurra!

Auch der Stoff, den ich mir für den Rand aufbewahrt hatte, hat durch die Bögen eine eindeutige Richtung. Das machte die Eckgestaltung aufwändig, weil ich mit Y-Nähten arbeiten musste. Aber ich habe es hinbekommen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und glücklich.

Mein herzlicher Dank geht an Roswitha von Country Rose Quilts, die sich dieses Design ausgedacht und mit uns geteilt hat. Hätte ich es selber entwofen, wäre das Top viel aufgeräumter geworden. Wahrscheinlich alle Sterne gleich, vielleicht in verschiedenen Größen. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, so viele verschiedene Sterne einzubauen. Und genäht wäre es noch lange nicht.

Das Top misst 150 x 200 cm, damit ist es mir zum Quilten zu groß. Deswegen werde es bei Christine Staack im Quiltbahnhof quilten lassen. Ich bin schon sehr auf ihre Quiltmustervorschläge gespannt.

Vierer-Blöckchen trimmen

Vierer-Blöckchen trimmen

Vierer-Blöcke sind allein schon schön und lassen sich vielfältig einsetzen. Häufig entstehen sie aber auch beim Nähen großer Blöcke, die man in Segmente aufteilt. Die werden erst getrimmt und dann weiter zusammengesetzt. Nur so ist gewährleistet, dass am Ende der ganze Block passt.

Das Vierer-Segment richte ich an der diagonalen Markierung meiner Schneidematte aus, dieser Schritt ist im Beitragsbild zu sehen.

Zum Einsatz kommt mein 15×15 cm großes Schneidelineal.

Zuerst wird gerechnet: Fertige Größe 10 x 10 cm = Zuschnitt 11,5 x 11,5 cm. Die 11,5 cm muss ich jetzt durch 2 teilen, ergibt 6,75 cm.

Nun kann ich das Lineal sauber ausrichten. Bei diesem diagonal geteilten Block wird die diagonale Linie auf dem Lineal an der Nahtlinie im Block ausgerichtet. Damit die Mitte nachher auch wirklich die Mitte ist, muss die  6,75 cm-Markierung mitten auf dem Lineal an den Mittelpunkt des Blocks angelegt werden.

Das blanke Lineal spieglt leider etwas, aber ich denke, es ist zu erkennen. Zuerst die rechte und obere Seite gegradigen. Danach den Block drehen. An die bereits begradigten Kanten kann man jetzt die beiden 11,5-cm Linien vom Lineal anlegen und die dritte und vierte Seite schneiden. Fertig ist das saubere 4er-Blöckchen.

Wenn der Vierer-Block waagerecht/senkrecht geteilt ist, wird die diagonale Markierung des Lineals auch durch den Mittelpunkt geführt. Das Ausrichten erfolgt aber an den waagerechten und senkrechten Nahtlinien, die bei 6,75 cm angelegt werden müssen.

 

Geometrische Blöcke passgenau zusammennähen

Geometrische Blöcke passgenau zusammennähen

Große geometrische Blöcke, wie z.B. Sterne, setzt man sektionsweise zusammen. Bei den zu verbindenden Einzelteilen muss man darauf achten, dass an den Teilen die Nahtzugaben einmal nach links und einmal nach rechts gelegt werden. Aus diesem Grund wird häufig empfohlen, die Nahtzugaben nicht nach jeder Naht zu bügeln, denn dann kann man sie bei Bedarf noch umlegen.

Auf dem Beitragsbild habe ich versucht, diesem Schritt zu fotografieren.

Wenn man einen großen Block gedanklich zerlegt, landet man z.B. bei einem Nine-Patch. Im folgenden Foto ist zu erkennen, wie sich bei einem solchen Nine-Patch auch die letzte Naht einfach legt, in dem die Nahtkanten ineinanderrutschen. Diese Stellen muss man beim Legen ertasten und danach mit Stecknadeln sichern, damit sie nicht wieder verrutschen.

Binding genau anpassen

Binding genau anpassen

Genau in die Mitte der vier Seiten sollten die Streifenstoffe. Mein erster Gedanke war, wie soll ich das denn hinkriegen. Aber dann war es nach ein bisschen Überlegen kein Problem mehr.

Auf einer Skizze habe ich die genaue Position eingetragen und konnte dann die Länge der einzelnen Streifen in rot und gestreift ausrechnen. Die Nahtzugabe addieren, die Streifen zuschneiden und in der richtigne Reihenfolge zusammennähen. Das habe ich absichtlich gerade und nicht schräg gemacht, obwohl es dann an diesen Stellen etwas mehr Stofflagen werden.

Zum ersten Mal habe ich den Binding-Streifen auch gleich zum Ring geschlossen. Diesen konnte ich auf dem Quilt verteilen und direkt überprüfen, ob ich alles richtig ausgemessen hatte.

Das funktioniert, weil die Außenkanten des Quilts genauso lang sind, wie der geschlossene Bindingstreifen. In den Ecken geht kein Stoff verloren.

Quiltige Gilde-Sommertour II

Quiltige Gilde-Sommertour II

Da war ich zu langsam oder bin zu spät eingestiegen. Die Auflösung ist bekannt gegeben und ich habe das Projekt beim Stand „fertig zum Quilten“ unterbrochen. Hoffentlich habe ich an alles Material und Handwerkzeug gedacht, damit ich an dem Täschchen unterwegs weiter arbeiten kann – das ist für mich der Sinn von Handnähprojekten.

 

EPP-Schablonen aufbewahren

EPP-Schablonen aufbewahren

Habt Ihr Euch auch schon mal gefragt, wozu man diese kleinen Satinbändchen benutzen kann, nachdem wir sie aus den Jacken, Blusen oder Schals herausgeschnitten haben. Welche Bändchen? Na die, die die Hersteller einnähen, damit die Teile nicht so schnell vom Bügel rutschen und die bein Tragen entweder herausgucken oder kratzen und pieksen. Also eigentlich überflüssig, aber zum Wegwerfen viel zu schade.

Beim Hantieren mit den Hexagon-Schablonen kam mir eine Idee. Flugs waren die herausgelösten Schablonen auf ein Bändchen gefädelt, Knoten rein und schon war Ordnung auf dem Tisch.

 

Ich habe noch ganz viele von den Bändchen, ich kann ja nichts wegwerfen….

 

 

Hexagone mit Lineal und Rollschneider zuschneiden

Hexagone mit Lineal und Rollschneider zuschneiden

Das fertig zugeschnittene Hexagon soll eine Länge von 5 cm von Spitze zu Spitze haben. Daraus folgt, dass der Stoffverbrauch 7 x 6 cm beträgt.

Also schneide ich mit Lineal und Rollschneider Streifen von 7 cm Höhe und daraus Stücke mit 6 cm Breite (hier zum besseren Verständnis auf der rechten Stoffseite).

         

Diese Zuschnitte drehe ich anschließend auf die linke Stoffseite und lege ich meine Hexagon-Schablone darauf. Nun nehme ich mein Lineal zur Hand und lege es mit 1 cm Nahtzugabe an die Schablone. Die überstehenden Spitzen schneide ich mit dem Rollschneider ab und habe mein Hexagon-Stoff-Stück, um es um die Schablone zu legen/heften.

         

Wer sich traut, kann auf diese Art locker 4 oder mehr Stofflagen zuschneiden.

 

Flache Nähte

Flache Nähte

Heute zeige ich Euch mal eine Rückseite.

Mit Hilfe dieses Bildes erkläre ich, wie ich dicke Stellen an den Naht-Kreuzungen vermeide. Das ist sinnvoll für das spätere Quilten und bei Tisch-Sets oder MugRugs, damit Gläser nicht kippeln oder gar umfallen.

Im ersten Schritt schauen wir uns die 4-er Blöcke an. Jeweils zwei kleine Dreiecke sind zusammengenäht. Anschließend sind je zwei geteilte Dreiecke zu dem 4-er Block zusammengenäht. Jetzt die Arbeit umdrehen und ganz vorsichtig die NZG der vorletzten Nähte bis zur letzten Naht auftrennen. Nun lassen sich die NZG leicht im Kreis rum legen, dabei entsteht in der Mitte das kleine mehrfarbige Quadrat.

Alle 4-er Blöcke werden so vorbereitet und danach zu Reihen zusammengenäht.

Im nächsten Schritt werden die Reihen zusammengenäht. Die Kreuzungspunkte mit den waagerechten und senkrechten Nähten werden wie oben beschrieben vorbereitet. Also die jeweils vorletzten Naht wird vorsichtig getrennt bis zur letzten Naht. Viele NZG lassen sich danach wieder leicht im Kreis rum legen. Aber an einigen Stellen laufen die Wirbel jetzt gegeneinander. Um die Spannung aus der Arbeit zu nehmen, werden diese NZG vorsichtig schräg zur Naht eingeschnitten. Sofort legen sich die beiden Seiten in ihre Laufrichtung.

Alles klar? Nein? Dann hier noch einmal.

Je zwei Teile (jetzt Quadrate) zusammennähen – hier zum besseren Verständnis mit blauem Faden, das ist die vorletzte Naht.

 

Zwei mal zwei Quadrate aufeinandernähen, jetzt mit rotem Faden. Das ist die letzte Naht.

 

So würde es ausssehen, wenn wir nichts mehr machen. Fühlt mal, wie dick die Mitte gewoden ist. Aber wir wollen ja flache Nähte. Deswegen nehmen wir jetzt den Nahttrenner zur Hand und trennen ganz vorsichtig die blauen (=vorletzten) Nähte der NZG auf der oberen und unteren Seite bis knapp vor die rote (=letzte) Naht auf. Danach  legen wir den helleren Stoff (samt beider NZG) nach vorne und den orangenen (samt beider NZG) nach hinten, das geht fast von alleine.

 

So sieht es dann aus und Ihr werdet spüren, das das Nahtzugaben-Paket nun deutlich dünner geworden ist.

 

Quilts fertigstellen mit Handstichen

Quilts fertigstellen mit Handstichen

Handgenähte und handgequiltete Objekte schließe ich gerne auch mit der Hand – ohne Binding.

Während der Arbeit am Hexagondeckchen sind diese Bilder entstanden.

Die Arbeit mit der Vorderseite nach unten auf den Arbeitstisch legen und die Rückseite bis zur letzten Quiltlinie zurückschlagen.

Das Vlies vorsichtig etwas knapper als das Top zurückschneiden.

Sandwich umdrehen. Rückseite ausbreiten und auf der linken Stoffseite die NZG von 1 cm markieren.

Den Rückseitenstoff entlang der Markieerung abschneiden, um das Vlies legen und alle Lagen zusammenstecken.

Durch die Stoffbruchkanten von Top und Rückseite mit Matratzen-Stich zusammennähen.